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Sinca Noua
Die Schinka schlängelt sich von Poiana Marului über Sinca Noua bis hin zum Olt, der dann in die Donau entwässert. Die ersten Einwohner von Sinca Noua kamen aus dem etwas nördlicher gelegenen Sinca Veche (Alt-Schinka). Es waren etwa 80 Familien, die sich 1762 in den tiefen Wäldern des Sinca-Tales versteckt hielten, um einerseits dem Wehrdienst in Maria Theresias Armeen zu entfliehen und andererseits einer Zwangs-Katholisierung zu entgehen. Sie siedelten sich in der Nähe einer orthodoxen Holzkapelle an, die nachweislich aus dem Jahre 1572 stammt und heute noch eine wichtige Stätte für die Gemeinde ist. Heute leben in Sinca Noua 1.800 Menschen, davon gehören 4 der ungarischen Volksgruppe an, 2 der sächsischen und etwa 200 den Roma. Der überwiegende Teil sind Rumänen. Ihr Hauptbetätigungsfeld liegt noch immer in der Landwirtschaft und der Viehzucht, seit kurzem liegt ein Augenmerk jedoch auch auf dem öko-Tourismus. Die Leute in Sinca Noua sind sehr freundlich und noch tief in ihren Traditionen verwurzelt. Dies wird vor allem im Winter offensichtlich, wenn zwischen Heiligabend und Johannestag (7. Januar) das ganze Dorf, Alt und Jung, an einem ganz besonderem, zweiwöchigem Fest, dem "Turco", teilnimmt. Auch Hochzeiten verstehen die Menschen aus Sinca Noua noch gebührend zu feiern: drei Tage und drei Nächte ohne größere Pause - ganz wie in alten Tagen. Sinca Noua zeichnet sich durch ein idyllisches Ortsbild aus. Morgens und abends gehört die Dorfstraße den Schafen, Ziegen, Pferden, Kühen und Wasserbüffeln, die sich zu ihren Weiden außerhalb der Ortschaft tummeln. In der wunderschönen Umgebung stößt man aber bald auch auf Spuren von Wolf, Bär, Luchs, Wildschwein oder Rothirsch und mit ein bisschen Glück erspäht man vielleicht sogar einen dieser Vertreter. Sinca Noua hat sich zum ersten "ökologischen Dorf" Rumäniens erklärt und der Gemeinderat (übrigens der jüngste im ganzen Landkreis Brasov) hat in den vergangenen Jahren eine nachhaltige Entwicklungsstrategie erarbeitet. Diese beinhaltet die Förderung und Weiterentwicklung der kleinbäuerlichen, traditionellen, Landwirtschaft durch Zertifizierung als Bio-Landwirtschaft und Ansiedelung einer verarbeitenden Lebensmittelindustrie (alles von Bio-Bäckerei bis Bio-Metzgerei), die Entwicklung von ökotourismus, die Ausweisung von Schutzgebieten und eine umfangreiche Umweltbildung für die lokale Bevölkerung.
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Vision des Gemeinderates Sinca Noua - erarbeitet im November 2003
In 20 Jahren ist Sinca Noua ein ökologisches Dorf mit herausragendem sozialen und ökonomischen Standard. Die lokale Wirtschaft basiert auf biologischer Landwirtschaft, öko-Tourismus und verarbeitendem Gewerbe. Das Ortsgebiet hat sich an der Peripherie ausgedehnt. Die Gemeinde beinhaltet große Flächen von Wäldern, natürlichen Weiden und Heuwiesen, von denen 10% als Schutzgebiete ausgewiesen sind. Die Einwohner Sinca Nouas sind in ihren Berufen gut ausgebildet, sprechen Fremdsprachen und sind in medizinischer und veterinärmedizinischer Hinsicht gut versorgt. Die folkloristischen Traditionen mit ihren lokalen Besonderheiten und der architektonische Stil der Region sind allgegenwärtig und werden weiter überliefert. Die Nutzung der natürlichen Ressourcen in der Ortschaft Sinca Noua ist ein Modell für eine nachhaltige Entwicklung. Bereits nach kurzer Zeit stellten sich erste Resultate ein:
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© W. Braakhekke |
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über Rumänien Geographie Rumänien ist mit 237.000 km2 das 12. größte Land Europas. Die 22 Millionen Einwohner machen Rumänien nach Polen zum bevölkerungsreichsten Land der aktuellen EU Beitrittskandidaten. Das Relief des Landes ist sehr vielseitig und besteht je zu etwa einem Drittel aus den riesigen Ebenen im Westen und Süden, den Karpaten und verschiedenartigem Hügelland. Die Karpaten Dieses Gebirge durchzieht Rumänien in einem großen Bogen von Nordosten bis Südwesten auf einer Länge von über 900 km und endet am "Eisernen Tor", wo die Donau das Gebirge durchbricht und die Grenze zu Serbien darstellt. Die höchsten Gipfel sind über 2,500 m hoch und liegen im Süden, den "transsilvanischen Alpen". Aber auch in den Ost- und Nordkarpaten brechen immer wieder einzelne hohe Felsenmassive aus dem ansonstigen Waldgebirge durch. Die Karpaten werden im Osten und Südosten von den Hochländern der Moldau und der Dobrudja, sowie im Süden und Osten vom Karpatenvorland begrenzt. Diese Hügelgebiete liegen alle in einer Höhe von zwischen 500 und 1.000 m. Das Donaudelta Das Delta ist eine in Europa einmalige Naturlandschaft und aus diesem Grund Erwähnung wert. Es besteht aus unzähligen Armen, Seitenarmen und Altwassern der Donau. Auf dem über 5.600 km2 großen Biosphärenreservat leben über 300 verschiedene Vogelarten, darunter die wichtigsten europäischen Vorkommen des Pelikan, des Zwergkormoran oder im Winter der Rothalsgänse. Das Donaudelta ist ausserdem berühmt für seine reichhaltigen Fischvorkommen und auf jeden Fall einen mehrtägigen Besuch wert. Gerne sind wir Ihnen bei der Suche nach einem seriösen Reiseveranstalter für das Delta behilflich. Klima Rumänien hat ein gemäßigt kontinentales Klima mit oft heissen Sommern und kalten Wintern. Insbesondere in der südlichen Ebene um Bukarest wird es im Sommer oft über 40° C heiss, in den Bergen bleibt es aber auch im Hochsommer erträglich. Die Winter können kalt und schneereich sein, wobei die südlichen Karpaten weniger massiv betroffen sind als die nördlichen Karpaten an der Grenze zur Ukraine, wo das Klima noch sehr viel kontinentaler ist. Hier gibt es einen relativ zuverlässigen Wetterbericht für Fagarasch, welches etwa 30 km von Sinca Noua entfernt liegt. Mentalität Zu Unrecht haben die Rumänen im Westen einen schlechten Ruf. Ihre Mentalität ist typisch für Südländer, man sitzt gerne gesellig beisammen, trinkt gerne und diskutiert sehr viel. Insbesondere aber in den ländlichen Gebieten ist Gastfreundschaft oberstes Gebot und für einen reichen Westler ist es manchmal beschämend zu sehen, wie einem die Leute ihr Letztes geben. Generell ist Rumänien ein sicheres Reiseland mit Ausnahme der Ballungsgebiete in den Großstädten wie Bahnhöfe, Fussgängerzonen etc., wo häufig Taschendiebe ihr Unwesen treiben.
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